“Keep it simple” war schon das Motto von HoloPac. Und dann schickte mir irgendjemand ein Zitat von Nolan Bushnell, dem Gründer von Atari: “Wir sind mit VR im Augenblick noch auf dem Level von Pong!“ Und ich dachte mir: „Ja, Pong ist echt extrem simpel aus heutiger Sicht. Aber Pong hat Spaß gemacht und dafür gesorgt, dass die ersten „Konsolen“ in den Wohnzimmern landeten.“ Und Pong eignet sich perfekt fürs Holodeck: Es ist eine simple Abstraktion von Tennis, braucht wenig Platz und ist sportlich.

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Die Idee war geboren

Wir bringen dieses Pong, den Beginn von Computerspielen, die simpelste Abstraktion einer Sportart durch das Holodeck wieder zurück und machen Computerspiele sportlich, bewegungsintensiv und zum Startpunkt einer toller Holodeck Experiences.

Gesagt, getan! Mit der Erfahrung und den Apps, die wir im Holodeck des Fraunhofer Instituts bereits gesammelt hatten, war es uns möglich HoloPong innerhalb einer Woche zu programmieren.

Und das, obwohl wir natürlich – leider – kein vergleichbares Holodeck im Büro zum Testen hatte.

Von der Idee zum Holodeck-Game

Während Pong an sich aus heutiger Sicht ja wirklich simpel ist, gab es also nur die Frage nach der Multiplayer Implementierung.

Denn das ist eine der riesigen Stärken des Holodecks: Die soziale Interaktion in der virtuellen Welt: Wir wollten ein Multiplayer Pong, welches man gegeneinander spielen kann.

Somit haben wir für den Benutzer ganz simple Mechaniken integriert. Das Spiel wird ohne Menü, einfach durch Körperbewegungen gesteuert: Restart und das Umschalten zwischen zwei oder vier Spielern funktioniert über ein Feld neben dem Spielfeld, auf das man sich einfach draufstellen muss.

Seinen Pong Schläger steuert man ebenfalls einfach, in dem man sich hinter ihn stellt und dann nach rechts oder links bewegt.

Das Spiel startet automatisch, wenn alle Spieler auf Position sind und stoppt, wenn ein Spieler das Spielfeld verlässt. Ganz wie ein echtes Match im Sport eben!

Genauso simpel für den User haben wir die Multiplayerfähigkeit gestaltet: Eine Lobby zum Aneinanderfügen von Matches kam nicht in Frage, da wir, wie gesagt, ohne Menü auskommen wollten.

Also müssen die Geräte beim Start der App selbst entscheiden, welches nun die beste Option ist, und wo es ein Match gibt.

Und der besondere Reiz ist natürlich dieses Spiel dann auch in der klassischen Pong Sicht auf einem Bildschirm zu übertragen: Auch das ist möglich.

Fazit

Bei HoloPong können nun also zwei oder vier Spieler gegeneinander spielen, andere können sich dieses Spektakel am Bildschirm ansehen oder sich ebenfalls mit der GearVR ins Holodeck einloggen und als echte VR- Zuschauer das Match verfolgen!

Und obwohl ich persönlich damit nicht gerechnet habe, weil wir das Spiel mangels Holodeck eben nicht unter Realbedingungen testen konnten, funktionierte beim ersten realen Test im Fraunhofer Institut alles wie von uns erdacht. Fantastisch.

Da war es wieder – das Gefühl, warum man sich die Nächte um die Ohren schlägt: Wenn ich sehe, wie viel Freude es macht, dieses Spiel zu spielen. Dieser Wow- Effekt, die Begeisterung, die es auslöst. Die Inspiration. Das Weiterdenken und der Austausch darüber.

Wer dieses Spiel oder HoloPac auch mal ausprobieren möchte, darf uns gerne kontaktieren!

PS: Das nächste Spiel fürs HolodeckVR ist bereits in Entwicklung. ;-)

 

 

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Torsten Biermann, Gründer und kreativer Unruheherd bei Treffpunkt Idee. Programmiert und probiert leidenschaftlich gern Neues aus.

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