Es muss nicht immer kompliziert sein. Die besten Lösungen bestechen dadurch, dass sie modernste Techniken mit etablierten Lösungen kombinieren. So generiert man einen Mehrwert, ohne die Kosten in ungeahnte Höhen zu treiben.

print interaktiv: das neue blättle

 

Mein Sohn legte mir letztens eine große Sportzeitung vor und wollte, dass wir uns ein Video ansehen, auf das dort hingewiesen wurde. Es war mit einem bit.ly Link gekennzeichnet, jedoch gab es keinen QR- Code oder sonst eine Möglichkeit das Video von dem Printprodukt direkt aus seiner Zeitung aufzurufen.

 

Bis heute haben wir uns das Video nicht angesehen. Denn obwohl ich den (langen) Link genau so, wie er in dem Magazin abgedruckt war, abgetippt hatte (auf dem Handy und dann auf dem Computer), kam ich nicht zu dem Video. Das ist schlecht. Zumal heute, wo es Möglichkeiten gibt, so etwas viel einfacher zu gestalten.

 

Die aktuelle Ausgabe des „blättle“ ein kostenlos verteiltes Printmagazin von Donau- Ries- Aktuell macht es besser.

 

In der Ausgabe Februar- April 2015, die im ganzen Landkreis Donau- Ries verteilt wird, kann man mit Hilfe seines eigenen Smartphones oder Tablets weitere Inhalte abrufen, die nicht mehr in die Printausgabe gepasst hätten oder einfach nicht darstellbar sind.

 

Der Charme ist, dass man die Ausgabe ganz normal lesen kann und Menschen, die weitere Informationen wollen (Redaktionskonferenz: „Wir haben so viele Bilder, die bekommen wir in der Ausgabe einfach nicht unter!“), diese ganz einfach mit ihrem Handy abrufen können. Das ist print interaktiv.

 

Mit Hilfe der kostenlosen App junaio scannt man einfach eine der Seiten des blättle und schon kann man die Printausgabe interaktiv bedienen: Überall, wo weitere Inhalte hinterlegt sind, erscheint ein Button, mit dem man diese abrufen kann.

 

„Wir hätten die Inhalte auch alle direkt auf die Ausgabe projizieren können“, so Torsten Biermann, Inhaber von Treffpunkt Idee, „jedoch sind die Bildschirme der Smartphones so klein, dass es mehr Sinn macht, die Bilder im Vollbild darzustellen. Nur die Schnittstelle zwischen der Printausgabe und den digitalen Inhalten sollte explizit sein. Und das haben wir geschafft.“

 

Nun kann man mit seinem Handy über die Seiten der Printausgabe fahren: Dort, wo man mehr Informationen haben möchte, klickt man drauf und es erscheinen weitere Informationen.

 


In dem vorliegenden Fall sind das Bilder, Filme oder auch Geräuschkulissen.

 

„Das Tolle ist: Wir haben darauf Rücksicht genommen, was der Nutzer will: Wenn er sich mehr Bilder ansehen will, bringt es nichts, diese auf die Zeitung zu projizieren, er will sie in seiner ganzen Pracht geniessen: Wir haben Vollbild- Gallerien integriert. Bei Geräuschen braucht man gar nichts zu sehen. Diese starten vollautomatisch und der Leser kann sich dem Text in seiner Zeitung hingeben, während er die Geräusche vom smartdevice wahrnimmt.“

 

Videos laufen, wie in der Harry Potter Zeitung im blättle oder auf Wunsch ebenfalls im Vollbildmodus.

 

„Wir sind auf das Feedback gespannt und werden die Lösung für die Zukunft darauf anpassen“, so Lisa Krüger.

„Ich tippe über das Smartphone keine ellenlangen Links ein. Ich möchte sie intuitiv und direkt erreichen.“

Das gilt natürlich auch für Werbeanzeigen, die nur zu oft zwar interessant, aber nach dem durchblättern doch nicht gespeichert sind.

„Mit unserer Technik schaffen wir einen wortwörtlich direkten Link zu den Werbepartnern: Der Leser klickt auf eine Anzeige und gelangt zum Werbepartner. Die Möglichkeiten, die sich nun bieten sind vielfältig: Über Speicherung eines Links, Anforderung eines Newsletters bis hin zur direkten Bestellung ist alles möglich“

Das blättle, einst im Internet gestartet, hat naturgemäß eine starke interaktive Community. Auf das Feedback dieser Community sind wir gespannt und werden das Erleben des blättle mit dessen Hilfe anpassen und verbessern.

In jedem Fall ist das smartphone überall dabei. Es bietet einen Mehrwert, auch beim Lesen eines Magazins, das man in seinem Briefkasten gefunden hat.

Von der Technik her muss es nicht kompliziert sein, so wie in diesem Fall, um einen wirklichen Mehrwert zu schaffen. Die Leser bekommen mit einem Klick mehr Informationen, wenn sie möchten. Und können das Magazin ganz normal lesen, wenn sie das Smartphone dafür nicht benutzen wollen.

 

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